Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen...

Ich erkenne, es scheint heute vieles den verkehrten Weg zu gehen.
Das Sinnvolle hat sich Umgekehrt durch permanente ständige Ablenkung,
Stress, innerer Leere und der Falschheit folgen wir einem Mammon.

Doch wir fühlen dass es einen Kern von Wahrheit gibt.
Alltäglich wird uns jedoch eine Illusion vorgegaukelt.

Mir scheint nicht viele machen Sich die Mühe, sich Zeit
und Abstand davon zu nehmen im Versuch die Wahrheit zu erkennen.
Denn auch dann noch Unterliegen wir ständiger nichtiger Ablenkungen.
Dabei ist es doch so essenziell wichtig, die Dinge des Lebens zu erkennen. Denn das höchste Gut ist unsere Lebenszeit, und wer will diese schon für Unsinn hingeben?
Realisieren die Menschen nicht dass die Unwahrheit unglücklich macht?
Erkennen wir den nicht dass das Schöne, das Gute und das Wahre
in einem Zusammenhang stehen?.

Gesteuert durch Angst, Überfluss, Hochmut, der Unfähigkeit zu Vergeben, Lieblosigkeit, Ansehen/Prestige, eigenen Ansprüchen und Träumen… vertrauen wir nicht und öffnen wir uns nicht. Was hindert uns daran?

Wir scheinen trotz Augen Blind zu Sein und
vertrauen nicht auf unsere Innere Stimme.

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Briefwechsel

Junge Menschen – das liegt auf der Hand – können ein solches Verhältnis nicht gewinnen, aber sie können, wenn sie ihr Leben recht begreifen, langsam zu solchem Glück anwachsen und sich vorbereiten dafür. Sie müssen, wenn sie lieben, nicht vergessen, dass sie Anfänger sind, Stümper des Lebens, Lehrlinge in der Liebe, – müssen Liebe lernen, und dazu gehört [wie zu jedem Lernen] Ruhe, Geduld und Sammlung!

Liebe ernst nehmen und leiden und wie eine Arbeit lernen, das ist es, Friedrich, was jungen Menschen nottut. – Die Leute haben, wie so vieles andere, auch die Stellung der Liebe im Leben missverstanden, sie haben sie zu Spiel und Vergnügen gemacht, weil sie meinten, dass Spiel und Vergnügen seliger denn Arbeit sei; es gibt aber nichts Glücklicheres als die Arbeit, und Liebe, gerade weil sie das äußerste Glück ist, kann nichts anderes als Arbeit sein.

Rainer Maria Rilke

Stumpf

Man liest stumpfe Zeitungen,

man isst stumpfes Essen,

man schaut stumpfes Fernsehen,

man hört stumpfe Musik,

man verrichtet stumpfe Arbeit,

man führt stumpfe Diskussionen,

man lebt stumpfe Beziehungen,

man bekommt stumpfe Meinungen,

man rennt stumpfen Zielen nach,

man hat einen stumpfen Sinn.

Es gibt immer mehr studierte Menschen und

trotzdem scheint die Gesellschaft immer stumpfer zu werden.

Es ist wohl so, dass es nicht noch mehr Studierte braucht,

wohl eher Menschen mit Intelligenz, Herz und Verstand.

— —

ein Poet auf Reisen

Amnesty International und menschliche Werte

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Amnesty International;

eine Organisation mit so hohen Werten schafft es nicht diese im eigenen Umfeld umzusetzen?

„Die Arbeitsbelastung: für viele Angestellte viel zu hoch. Das Vertrauen zu Vorgesetzten: fehlt fast vollständig. Machtmissbrauch und Diskriminierung: an der Tagesordnung. Hinzu kommen Fälle von Mobbing, Sexismus und Rassismus. 39 Prozent der Mitarbeiter leiden als direkte Folge der Arbeit an psychischen oder physischen Gesundheitsproblemen. …“

so hehr die Ziele auch scheinen, sollte wohl in den eigenen Reihen mehr Respekt und Demut gepflegt werden. Es zeigt wiedermal die Psyche des Menschen, das Dinge passieren können die man nicht für möglich gehalten hätte.

Die Wahrheit

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... Das erste Mal in meinem Leben erfahre ich die Wahrheit dessen, was so viele Denker als der Weisheit letzten Schluss aus ihrem Leben herausgestellt und was so viele Dichter besungen haben; die Wahrheit, dass Liebe irgendwie das Letzte und das Höchste ist, zu dem sich menschliches Dasein aufzuschwingen vermag. Ich erfasse jetzt den Sinn des Letzten und Äussersten, was menschliches Dichten und Denken und - Glauben auszusagen hat: die Erlösung durch die Liebe und in der Liebe! Ich erfasse, dass der Mensch, wenn ihm nichts mehr bleibt auf dieser Welt, selig werden kann - und sei es auch nur für Augenblicke -, im Innersten hingegeben an das Bild des geliebten Menschen. In der denkbar tristesten äusseren Situation, in eine Lage hineingestellt, in der sich nicht verwirklichen kann durch ein Leisten, in einer Situation, in der seine einzige Leistung in einem rechten Leiden - in einem aufrechten Leiden bestehen kann, in solcher Situation vermag der Mensch, im liebenden Schauen, in der Kontemplation des geistigen Bildes, das er vom geliebten Menschen in sich trägt, sich zu erfüllen...

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Viktor E. Frankl  (1905-1997)
Österr. Neurologe und Psychiater
Aus dem Buch „... trotzdem ja zum Leben sagen„

Focault — Der vierte Band von "Sexualität und Wahrheit"

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Paris. Der vierte Band von Michel Foucaults Werk "Sexualität und Wahrheit" ist fast 34 Jahre nach dem Tod des französischen Philosophen erschienen. Am Freitag veröffentlichte der französische Verlag Gallimard das Buch mit Namen "Les aveux de la chair" ("Die Geständnisse des Fleisches"). Darin geht es um den Umgang der frühen Christen mit Sexualität sowie die Fragen von Einverständnis und Vergewaltigung.

Sein Verleger Frederic Gros sagte, mit Blick auf die #MeToo-Bewegung gegen sexuelle Belästigung sei "der Moment für die Veröffentlichung dieser wichtigen und innovativen Arbeit gekommen". Foucault begann den Band in den frühen 1980er-Jahren. Darin schrieb er, dass entgegen der landläufigen Meinung das frühe Christentum nicht verklemmter beim Thema Sex gewesen sei als die Heiden.

O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht? 
"Ich schlief, ich schlief -, 
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: - 
Die Welt ist tief, 
Und tiefer als der Tag gedacht. 
Tief ist ihr Weh -, 
Lust - tiefer noch als Herzeleid: 
Weh spricht: Vergeh! 
Doch alle Lust will Ewigkeit -, 
- will tiefe, tiefe Ewigkeit!"